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Dies ist ein Termin des Fachverbandes SHK NRW, des Landesverbandes Ihrer Innung.

Ofen und Kamin: Gemütlichkeit mit Charakter

Vom Grundofen bis zum Gaskamin: Es gibt viele Ofentypen, die ganz unterschiedlichen Eigenschaften besitzen. Manche speichern die Wärme über Stunden, andere sind in wenigen Minuten warm, wieder andere verbinden Kochen und Heizen. Unser Überblick hilft Ihnen, die Unterschiede zu verstehen. Für die passende Auswahl empfehlen wir die Beratung durch einen Innungsfachbetrieb, der Fachwissen mitbringt, sich weiterbildet und den Ofen so plant, dass er Ihren Designwünschen entspricht und zum Gebäude passt.

Welche Bauart geeignet ist, hängt unter anderem vom Wärmebedarf, dem Aufstellort, dem Schornstein und der gewünschten Wärmeverteilung ab. Auch Wärmeabgabe und Speichervermögen unterscheiden sich je nach Konstruktion. Pauschale Wirkungsgrade, Emissionswerte oder Prozentanteile für ganze Ofentypen sind daher nicht verlässlich. Entscheidend sind das konkrete Gerät, der Heizeinsatz und der fachgerechte Betrieb. Auch der Brennstoff muss für den jeweiligen Ofen zugelassen sein.

Start: 20.10.2026 ab 12:33 Uhr

Die unterschiedlichen Ofentypen

Der Grundofen gilt als Urtyp des Kachelofens und verbindet traditionelle Handwerkskunst mit moderner Heiztechnik.

  • Wärmeabgabe: Die erwärmte Speichermasse gibt Wärme überwiegend als Strahlungswärme an den Raum ab.
  • Speicherwirkung: Hoch; der Grundofen gibt Wärme über längere Zeit ab. Er ist nicht auf eine besonders schnelle Wärmeabgabe ausgelegt.
  • Brennstoff: In der Regel naturbelassenes Scheitholz; weitere Brennstoffe nur, wenn die konkrete Feuerstätte dafür ausgelegt ist.
  • Besonderheit: Eine Wärmeversorgung weiterer Räume kann möglich sein, muss aber individuell geplant werden.

Der Kachelofen ist ein klassischer Ofen mit einer massiven keramischen Hülle, die Wärme speichert.

  • Wärmeabgabe: Je nach Bauart überwiegend als Strahlungswärme oder zusätzlich über erwärmte Luft.
  • Speicherwirkung: Kann durch keramische oder andere Speichermassen hoch sein. Wie lange Wärme gespeichert wird, hängt von Aufbau und Dimensionierung ab.
  • Brennstoff: Häufig Scheitholz; maßgeblich sind die Vorgaben für den eingebauten Heizeinsatz.
  • Besonderheit: Individuell planbar und in unterschiedlichen Bauweisen möglich.

Dieser Ofentyp verbindet schnelle Wärmeabgabe mit angenehmer Strahlungswärme.

  • Wärmeabgabe: Der Warmluft-Kachelofen gibt Wärme vor allem über erwärmte Luft ab. Der Kombi-Kachelofen verbindet dieses Prinzip mit Speichermasse und Strahlungswärme.
  • Speicherwirkung: Beim Kombi-Kachelofen stärker ausgeprägt. Feste Prozentangaben zur Wärmeverteilung lassen sich nicht auf jede Anlage übertragen.
  • Brennstoff: Abhängig vom eingebauten Heizeinsatz und dessen Zulassung.
  • Besonderheit: Warmluftkanäle können angrenzende Räume mitversorgen, wenn die Anlage dafür geplant ist.

Ein Heizkamin verbindet die Atmosphäre eines sichtbaren Feuers mit hoher Heizleistung und moderner Technik.

  • Wärmeabgabe: Eine Kombination aus Wärme über die Sichtscheibe und erwärmter Raumluft.
  • Speicherwirkung: Speicherflächen oder keramische Heizgaszüge können je nach Ausführung ergänzt werden.
  • Brennstoff: Häufig Scheitholz; entscheidend ist, wofür der konkrete Heizeinsatz zugelassen ist.
  • Besonderheit: Eine Einbindung in ein bestehendes Heizsystem ist nur bei entsprechend ausgelegten Varianten möglich.

Der Kaminofen ist eine kompakte und flexible Form des Heizens und schafft gleichzeitig eine besondere Kaminatmosphäre.

  • Wärmeabgabe: Meist vorwiegend über erwärmte Raumluft; abhängig von Verkleidung und Speicherelementen kommt Strahlungswärme hinzu.
  • Speicherwirkung: Je nach Bauweise und Material unterschiedlich, bei vielen Modellen eher begrenzt.
  • Brennstoff: Scheitholz oder Holzbriketts, sofern der Hersteller diese für das Gerät freigibt.
  • Besonderheit: Aufstellort, erforderliche Abstände und Schornsteinanschluss müssen fachgerecht geplant werden.

Eine Kaminanlage verbindet moderne Heiztechnik mit sichtbaren Flammen und wird zu einem zentralen Element des Wohnraums.

  • Wärmeabgabe: Richtet sich nach dem eingebauten Heizeinsatz und der Konstruktion.
  • Speicherwirkung: Kann durch Speichermodule ergänzt werden.
  • Brennstoff: Abhängig vom eingesetzten Gerät.
  • Besonderheit: Individuell gestaltbar, etwa als Eck-, Panorama- oder Tunnelanlage. Die Bezeichnung überschneidet sich teilweise mit „Heizkamin“; die tatsächliche Wärmeabgabe bestimmt die konkrete Ausführung.

Der Kachelherd verbindet Kochen auf echtem Feuer mit der Funktion eines Wärmespenders.

  • Wärmeabgabe: Wärme entsteht über Herdplatte und Backraum sowie über die Kachelflächen.
  • Speicherwirkung: Abhängig von den keramischen Zügen und der verbauten Speichermasse.
  • Brennstoff: Häufig Scheitholz; maßgeblich sind die Vorgaben für den konkreten Herd.
  • Besonderheit: Verbindet Kochen, Backen und Heizen in einem System.

Der offene Kamin ist eine traditionelle Feuerstelle und zugleich ein atmosphärisches Gestaltungselement.

  • Wärmeabgabe: Vor allem direkt vom Feuer in den Raum.
  • Speicherwirkung: Gering; die Wärme wird kaum in einer Speichermasse gehalten.
  • Brennstoff: Die zulässigen Brennstoffe richten sich nach den geltenden Vorgaben und der konkreten Feuerstätte.
  • Besonderheit: Der offene Feuerraum schafft eine besondere Atmosphäre. Die Energieausnutzung ist in der Regel geringer als bei geschlossenen Feuerstätten.

Der Pelletofen ist eine moderne Feuerstätte, die komfortables und effizientes Heizen ermöglicht.

  • Wärmeabgabe: Je nach Modell über erwärmte Luft, die Sichtscheibe oder beides.
  • Speicherwirkung: Bei vielen Geräten eher gering; Zusatzspeicher sind je nach Ausführung möglich.
  • Brennstoff: Holzpellets, sofern das Gerät dafür zugelassen ist.
  • Besonderheit: Automatische Zündung und geregelte Brennstoffzufuhr sind bei vielen Modellen vorhanden. Wirkungsgrad und Emissionen hängen vom konkreten Gerät und Betrieb ab.

Der Gaskamin verbindet die Optik eines echten Feuers mit moderner Technik und hohem Bedienkomfort.

  • Wärmeabgabe: Wärme über die Sichtscheibe und durch Konvektion.
  • Speicherwirkung: Abhängig von der Bauweise und möglichen Speicherelementen.
  • Brennstoff: Erdgas oder Flüssiggas, je nach zugelassenem Gerät.
  • Besonderheit: Holzlagerung und Ascheentsorgung entfallen. Da Gas verbrannt wird, sind eine passende Abgasführung und fachgerechte Installation erforderlich.

Worauf es bei der Planung ankommt

Nicht nur die Optik entscheidet: Wärmebedarf, Aufstellort, Schornstein, Verbrennungsluft und gewünschte Wärmeverteilung müssen zusammenpassen. Die Bezeichnungen der Ofentypen geben eine erste Orientierung. Wie die Feuerstätte im Haus letztlich arbeitet, hängt von der konkreten Ausführung ab. Lassen Sie sich daher von einem Ofen- und Luftheizungsbauerinnungsfachbetrieb beraten. Er prüft die baulichen Voraussetzungen prüfen und plant eine Lösung, die zum Gebäude und zum gewünschten Design passt. So werden Gestaltung, Gebäude und Heiztechnik von Anfang an zusammen gedacht.

Einen Ofenbauer-Innungsfachbetrieb in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über die Verbandsorganisation SHK unter www.shk-nrw.de
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